Vielen Dank für ... die schönen Bilder und Eindrücke, die noch mehr Lust auf  Natur machen und den Alltag entschleunigen. Eine schöne Erfahrung für jung und alt.


Donnerstag, 22. Februar, 19:30 Uhr
LYS
Sandra Bartocha


LYS bedeutet im Norwegischen wie im Dänischen Licht. Und wie man das einfängt, das weiß Sandra Bartocha ganz genau. Im Lauf von 4 Jahren war sie mit dem Naturfotografen Werner Bollmann immer wieder in Skandinavien, um am Strand, in den Fjorden, in den Tundren und Wäldern auf Motivsuche zu gehen und Skandinavien fotografisch neu zu interpretieren.
Im ersten Teil präsentierte sie ein „making of“, unterbrochen von mit Musik untermalten Sequenzen, wobei die schuleigene Anlage leider etwas schwächelte. Die Bilder jedoch entschädigten; nein, sie begeisterten. Wie schrieb dazu eine Besucherin, „Kaum möglich, solch wunderbare Bilder in Worte zu fassen. Berührend vielleicht …, Gemälde aus Licht.“ (Nadja Haake-Kloss), oder „Ich fande die Show sehr schön. Ich würde auch gerne so schön fotografieren können.“ (Eileen, 10 Jahre).
Im zweiten Teil, der etwas kürzer ausfallen musste, rundeten Fotos von Wellen, Seevögeln, Sternenhimmel und Polarlichtern den Abend ab. Die Bilder seien ein bewusster Gegenentwurf zum modernen Zeitverständnis in der heutigen Gesellschaft. Langsame Bildfolgen und die abwechslungsreiche aber dennoch ruhige Musik sollen zum Verweilen, zum bewussten Betrachten verführen. Sich selbst zu spüren und im Betrachten zur Ruhe finden, soll dazu anregen über das Gesehene nachzudenken. Ein wunderbarer Abend, vielen Dank Sandra Bartocha.

   
 Nordlich (aurora borealis) Wellen Küstenlandschaft
   
 Küste Lofoten
 Seevögel Wasseramsel



Donnerstag, 1. März, 19:30 Uhr

Aotearoa
Jana Lose und Henry Freidank


Aus der maorischen Sprache übersetzt bedeutet Aotearoa “Land der langen weißen Wolke”. Für die beiden Referenten ist es schlicht Neuseeland. Sie machten sich 2016 auf den Weg auf die Südhalbkugel, um Neuseeland zu erkunden. Die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands gehört zu den außergewöhnlichsten der Erde, da die Inselgruppe schon seit langer Zeit von allen anderen Landmassen getrennt ist, aber auch die Landschaften sind grandios. Vielen dürfte Neuseeland aus der Filmtrilogie “Herr der Ringe” bekannt sein.
Im ersten Teil berichteten sie von der Südinsel, die sie mit Auto, Fesselballon und Helikopter erkundeten. MIt eindrucksvollen Bildern der Neuseeländischen Alpen, Küstenlandschaften und Gletschern zeigen sie wahre Naturschätze. Auf einer Fläche der Größe der Bundesrepublik Deutschland leben in Neuseeland gerade mal 4.8 Millionen Menschen, das entspricht der Einwohnerzahl von Köln und Berlin. Da wundert es nicht, wenn man auf den Straßen außerhalb der Ballungszentren kaum auf andere Fahrzeuge trifft. Dementsprechend sind auch große Teile Neuseelands Naturschutzgebiete. Und eben aus diesen zeigten die beiden Referenten auch schöne Naturaufnahmen.
Im zweiten Teil ging es auf die Nordinsel, auf der sich auch die Hauptstadt Wellington befindet. Diese ist dichter besiedelt als die Südinsel. Neben Walen und Delfinen besuchten die Referenten atemberaubende Küstenverläufe und Drehorte der Filmtrilogie HERR DER RINGE.
Im Gästebuch hört sich der Abend folgendermaßen an: "Eine sehr persönliche Vorstellung zu einer wunderschönen Reise!" (Hannah), oder "Nicht nur einfach schön, sondern auch informativ und sehr witzig!" (D. Lenkeit, et al.)

   
 Küstenverlauf Südinsel
 Ballonfahrt Ballonfahrt
   
 Mount Cook
 Buckelwal? Hobbingen




Donnerstag, 8. März, 19:30 Uhr
Mein Weg in die Naturfotografie
Jon Andoni Juarez Garcia

Aus dem Gästebuch:
"Ein wundervoller Einblick in ein Fotografenleben und beeindruckende (Fuchs)Bilder".
"Ein lebendiger Abend voller Überraschungen. Entscheidend ist der Fotograf, nicht die Ausrüstung ... Toller Blick, sehr kreativ".
"... Die sehr persönliche Erzählweise hat mich sehr beeindruckt und ich habe sofort Lust bekommen, mich auf Fuchs-Fotojagd zu begeben. Danke für den tollen Abend".

In einem sehr persönlichen Vortrag erklärte uns Jon Garcia was er unter "Wegfahren und bei sich ankommen" versteht. Gegen Ende seines Biologiestudiums erkannte er sein Interesse für die Naturfotografie. Seit 2015 ist Jon Garcia Mitglied der GDT (Gesellschaft Deutscher Tierfotografen). Dieser Schritt folgte dem Entschluss, den Beruf eines Naturfotografen zu ergreifen. Er organisiert Workshops in Berlin, so z.B. in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten, dem Ökowerk oder der Grünen Liga Berlin. An einigen Wettbewerben hat er teilgenommen und Anerkennung geerntet sowie Preise eingeheimst. Sein bislang größter Erfolg war ein zweiter Preis bei dem Wettbewerb European Nature Photographer of the Year 2016 in der Kategorie Vögel.
Man muss keine weiten Reisen machen, um zu guten Naturfotos zu gelangen. Geduld, Ruhe und einen Blick für Motive braucht man, letzteren kann man auch gut entwickeln. Dies illustriert er gekonnt mit Pflanzen- und Tierfotografie, aufgenommen quasi vor der Haustür. Wichtig ist, man muss auch draußen sein, das für die Fotografie günstige Licht findet man gegen Sonnenuntergang. Den Sonnenaufgang verhindert meist sein gesunder Schlaf.
Im Fokus des folgenden Teils REISEN standen die Bedingungen, unter denen man fotografiert. Lappland brilliert mit herausragenden Landschaften und wunderbarem Licht. Man solle aber nicht glauben, dass man dort alleine sei, denn die Naturfotografie boomt seit vielen Jahren und das sieht man an den vielen Fotografen, die auch das ein oder andere gelungene Landschaftsbild verhindern.
Seine Südostasien-Reise nach Kambodscha und Vietnam stand unter dem Aspekt des Artenschutz, indem er geschundene, eingesperrte Makaken und andere Tiere protraitierte - Bilder, die zum Nachdenken anregten. Auch Bilder Einheimischer jenseits der Tourismusstraßen zeigten sein vielfältiges Repertoir.
Hornoya war die dritte Station seiner fotografischen Reisen und auch die für ihn nachhaltigste. Es ist eine kleine Insel in Nordnorwegen, auf der man im Frühjahr hunderttausende Brutvögel (Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Trottellummen, Seeschwalben und Kolkraben) fotografieren kann.
Nach der Pause zeigte er ein Portefolio zum Thema Rotfuchs. Zu diesem Tier verbindet etwas Magisches oder auch Mystisches. In seiner Heimat Spanien hat er nie einen Fuchs gesehen, aber in Berlin gleich am ersten Tag seiner Ankunft lief ihm ein Fuchs über den Weg. Diese Beziehung geht so weit, dass er mit einer Doktorandin der Biologie Kontakt aufnahm und beide nun beschlossen haben ein Kinderbuch zu dem Thema zu machen. Wir wünschen viel Erfolg dabei.

 
 
 
Libelle
 Leberblümchen Küstenlandschaft auf den Azoren
  
 
 Rotfuchs SeeschwalbenSpecht




Donnerstag, 15. März 19:30 Uhr
Irlands Wild Atlantic Way
Doris Schiwietz und Wolfgang Behrens

Aus dem Gästebuch:
"Gelungener Vortrag! Abwechslungsreich, lehrreich und tolle Fotos!"
"Ein sehr schöner Abend, die Anreise aus München hat sich definitiv gelohnt."
"Der Vortrag hat viel Lust gemacht das Land zu besuchen. Vielen Dank für die vielfältigen Impressionen."

Doris Schiwietz und Wolfgang Behrens beginnen ihren Vortrag mit allgemeinen Informationen zu Irland, gefolgt von einer mit Musik unterlegten Bilderreise, um auf Irland einzustimmen. Im nachfolgenden Abschnitt geben die Referenten Informationen zur Hauptstadt und zeigen eine mit Musik begleitete bebilderte Wanderung durch Dublin. In Irland gibt es 6 Nationalparks, diese werden im Kurzportrait vorgestellt. Bis zu 218 Meter tief fällt an den Cliffs of Moher die Steilküste ins Meer. Sie sind ein Zuschauermagnet Irlands mit jährlich mehr als 1 Million Besucher. Anschießend erfährt man, was man an landschaftlichen Reizen beim Wandern entdecken kann; und lustige Schilder als Fundstücke beschließen den ersten Teil.
Nach der Pause folgen in einer Doors-Tour Stadtansichten von Kilkenny, Waterford und Cork. Für Irlandreisende haben die Referenten ein paar heiße Tipps. Zunächst stellen sie die Halbinsel Beara vor, wo man die einzige Seilbahn Irlands besichtigen kann, die die Insel Dursey Island mit dem Festland verbindet.
Ganz im Norden von Nordirland gibt es einiges Sehenswertes: wildromantische Küstenlandschaften, Dunluce Castle, Bushmills Whiskey-Destillerie und natürlich der Giants Causeway. Der Giant's Causeway ist seit 1986 UNESCO-Welterbestätte. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die ein Alter von etwa 60 Millionen Jahren aufweisen. Etwa die Hälfte der Säulen hat einen sechseckigen Querschnitt, es treten jedoch auch solche mit vier, fünf, sieben oder acht Ecken auf. Die größten der Steinsäulen haben eine Höhe von zwölf Metern.
Ein bebilderter Stadtrundgang  führt u.a. zum Titanic-Museum. Dieses Museum zu besuchen empfehlen die beiden Referenten dringend jedem Irlandtouristen. Das Museum ist ein Denkmal für das maritime Erbe von Belfast. Es steht auf dem Gelände der ehemaligen Werft Harland & Wolff im Titanic Quarter der Stadt, wo die RMS Titanic gebaut wurde. Erzählt wird die Geschichte der unglückseligen Titanic, die 1912 auf ihrer Jungfernfahrt einen Eisberg traf und sank, und die ihrer Schwesterschiffe RMS Olympic und HMHS Britannic. Das Gebäude umfasst mehr als 12.000 Quadratmeter und zeigt eine sehr interessante Ausstellung über die Zeit, in der die TITANIC gebaut wurde.
An einem Bericht über Belfast kommt man nicht vorbei ohne einen kurzen geschichtlichen Exkurs, allein schon deshalb, um die Gewalttaten und Greuel zwischen Katholiken und Protestanten zu verstehen, die Belfast geteilt haben. Auch heute noch ist diese Feindschaft zu spüren. Gezeigt werden Fassadenmalereien, die das bestätigen und weitere, anders motivierte Fassadenmalereien aus ganz Irland bilden den Übergang zum nächsten Reisetipp: Whalewatching Touren.
Den Abschluss des Abends bildet eine mit Musik unterlegte Präsentation irischer Natur- und Landschaftsbilder.

   
 Birkenwald in den Wicklow Mountains
 Basstölpel Steinkreis im Donegal
   
 Dublins bunte Türen
 Küstenabschnitt: Drehort von Game of Thrones
 Titanic Museum in Belfast